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Verdauungsfördernde Getränke

Von der Nährstoffaufnahme bis zur Abwehr von Krankheitserregern: alles hängt von einer gut funktionierenden Verdauung ab. Nur mit ausreichend Flüssigkeit arbeitet unser Magen-Darm-Trakt optimal und wir fühlen uns wohl.

Verdauungsfördernde Getränke wie beispielsweise Kefir, Tee und Wasser bieten eine natürliche, sanfte Unterstützung. Sie fördern nicht nur eine gesunde Darmflora, sondern regen auch die Verdauung an. Was es damit auf sich hat?

Verdauungsfördernde Getränke: kaltes und warmes Wasser

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist der Schlüssel zu einer gesunden Verdauung. Und was könnte einfacher und natürlicher sein als Wasser? Dieses einfache Getränk, besonders am Morgen getrunken, hat erstaunliche Vorteile für den Magen-Darm-Trakt.

Warmes Wasser am Morgen stimuliert den Darm und bringt die Verdauung in Schwung. Dies ist besonders hilfreich für Menschen, die immer wieder mit einer trägen Verdauung zu kämpfen haben. Auch wirkt warmes Wasser beruhigend auf den Magen und lindert Sodbrennen oder Magenkrämpfe.

Zudem fördert die Wärme von heißem Wasser die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt. Der positive Nebeneffekt ist eine effizientere Aufnahme der Nährstoffe. Ein Glas warmes Wasser auf nüchternem Magen reicht aus, um von den verdauungsfördernden Vorteilen zu profitieren.

Für den restlichen Wasserbedarf empfehlen Gesundheitsexperten: Mindestens 8 Gläser Wasser, Mineral- oder Trinkwasser aus dem Wasserhahn, über den Tag verteilt zu trinken. Je nach körperlicher Aktivität und Umgebungstemperatur darf es natürlich dann auch mehr sein.

Wichtig beim Trinken von eiskaltem Wasser: Langsam trinken, da sonst der Körper zu stark belastet wird und Magenschmerzen auftreten können.

Bittertee regt die Bildung der Verdauungssäfte an

Bittertees haben eine bemerkenswerte Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Der Tee wird aus verschiedenen Kräutern, z.B. Löwenzahn, Wermut oder Artischocke, hergestellt. Diese Kräuter sind seit langem für eine verdauungsfördernde Wirkung bekannt.

In vielen Kulturen werden sie auch als traditionelles Heilmittel eingesetzt. Die Bitterstoffe der Kräuter regen dabei die Produktion der Magensäure an. Diese ist für die Zersetzung der Nahrung und die Aktivierung der Verdauungssysteme unerlässlich. Auch unterstützen sie Leber und Galle bei der Fettverdauung.

Gerade nach dem Genuss von schwer verdaulichen Mahlzeiten, wird das Trinken einer Tasse Bittertee empfohlen, um die Verdauung anzuregen.

Hinweis: Obwohl Bittertee viele Vorteile bietet, sollte er nur in Maßen genossen werden. Ein zu übermäßiger Konsum von Bitterstoffen kann bei manchen Menschen zu Unwohlsein führen.

Probiotische Getränke für eine ausbalancierte Darmflora

Die Darmflora besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, die den Verdauungsprozess beeinflussen und das Immunsystem stärken. Probiotische Getränke, die durch Fermentation entstehen, sind wahre Schätze. Insbesondere wenn es darum geht, die Darmgesundheit zu fördern und die Verdauung zu unterstützen.

Fermentierte Getränke, wie Kombucha, Brottrunk und Kefir, sind nicht nur wegen ihrem erfrischenden Geschmack beliebt. Sie enthalten lebende probiotische Kulturen und Antioxidantien, die den Darm besiedeln und ihm helfen, schädliche Erreger zu bekämpfen. Es lohnt sich demnach, die verdauungsfördernden Getränke regelmäßig in den Speiseplan einzubauen.

Pfefferminztee beruhigt Magen und Darm

Pfefferminztee wird seit Jahrhunderten für seine verdauungsfördernden und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt. Mit einem erfrischenden Geschmack und vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen, ist ein Tee aus frischer Minze nicht nur eine Genussquelle, sondern bietet der Verdauung eine wohltuende Unterstützung.

Menthol, das dominante ätherische Öl in Pfefferminztee, wirkt krampflösend und kann die Muskulatur des Magens und des Verdauungstrakts entspannen. Dies bringt besonders bei Übelkeit, Völlegefühl und Magendruck förderliche Hilfe. Gleichzeitig wird die Gallenproduktion unterstützt, was zu einer besseren Fettverdauung führt.

Golden Milk: der Geheimtipp bei Verdauungsproblemen

Die sogenannte goldene Kurkuma-Milch, auch bekannt als „Goldene Milch“ oder „Kurkuma Latte“, ist ein traditionell indisches Getränk mit vielen Vorteilen für die Verdauung. Der verdauungsfördernde Drink wird aus Milch, Kurkuma, Ingwer, Zimt, Kokosöl, Honig, Muskatnuss und Pfeffer zubereitet. Die einzigartige Kombination der Zutaten unterstützt den Magen-Darm-Trakt auf sanfte Weise.

Kurkuma ist für seinen Wirkstoff Curcumin bekannt, welcher starke entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzt. So kann das tägliche Trinken von Golden Milk Entzündungen im Verdauungstrakt reduzieren und Magenreizungen beruhigen. Besonders bei Sodbrennen oder Magendruck hat sich Golden Milk als natürliches Hilfsmittel bewährt.

Weitere verdauungsfördernde Getränke mit positiven Wirkungen sind:

  • Grüner Tee
  • Anistee
  • Ingwertee
  • Wasser mit Apfelessig oder Zitrone
  • Aloe Vera Saft
  • Selleriesaft
  • Rinderbrühe
  • Tasse Kaffee
  • Gemüse-Smoothies

Weitere Tipps zur Verdauungsförderung gibt es übrigens in unserem Magazin auf gasteo.de

Bildquelle: Manuela/stock.adobe.com

Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem Experten:

Nils Günnewich - Experte Gasteo
Dr. rer. nat. Dipl.-Biochem. Nils Günnewich

geboren 1977, ist studierter Pflanzen-Biochemiker (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg). Seine Doktorarbeit erfolgte am renommierten Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle/Saale und dem Donald Danforth Plant Science Center in St. Louis/Missouri (USA). Nach einem Postdoc in der Arzneimittelentwicklung an der Universität des Saarlandes erfolgte eine Ausbildung und Tätigkeit als klinischer Monitor.

Vor seiner Tätigkeit als medizinisch/wissenschaftlicher Mitarbeiter der Firma Cesra sammelte er Erfahrung in der Industrie in den Bereichen Medical/Regulatory Affairs, in der Qualitätskontrolle und -sicherung, war stellv. Herstellungsleiter und leitender Qualitätsmanager eines deutschen Pharmaunternehmens. Des Weiteren ist er Autor mehrerer wissenschaftlicher Fachpublikationen und Bücher, auch im Bereich der Gastroenterologie.

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